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bibellesenAnregungen zum täglichen

Bibellesen

in Zeiten ohne Gottesdienst


Im Moment ist kein Gottesdienstbesuch möglich. Um Ihnen aber trotzdem eine Möglichkeit zur Besinnung und zum Beten zu geben, stellen wir Ihnen für jeden Tag das Tagesevangelium mit zwei Fragen zur persönlichen Beschäftigung mit dem Wort Gottes zur Verfügung.

Solch eine bewusste Zeit mit Gott könnte folgendermaßen aussehen:

  • Sammeln: Kerze anzünden; bewusst die Bibel aufschlagen bzw. den Text in die Hand nehmen; ein Gebet sprechen; den Text langsam und aufmerksam lesen; einen Moment Stille halten,um auf das zu lauschen, was ich gelesen habe
  • Begegnen: den Text und seine Besonderheiten möglichst genau mit Hilfe der 1. Frage wahrnehmen; den Text mit Hilfe der 2. Frage in Beziehung zu meinem Leben setzen
  • Weitergehen: die Lesung mit einem Gebet beschließen; noch etwas in der Stille verweilen; dann achtsam in den Tag/Alltag gehe

Gebet zu Beginn

Herr Jesus Christus! Du hast damals deinen Jüngern die Schrift erschlossen und ihnen die Augen geöffnet für deine Herrlichkeit. Sprich jetzt auch zu mir durch das Wort Deiner Wahrheit und die Liebe, dem ich in der Heiligen Schrift begegne und in dem Du selbst geheimnisvoll zugegen bist. Gib mir die Gnade des Heiligen Geistes, damit ich aus Deinem Wort erkenne, wer du bist und was Du von mir willst. Und gib mir den Mut und die Kraft, das Erkannte freudig zu vollbringen. Amen

Gebet am Ende

Herr Jesus Christus! Du bist das Licht der Welt und Du willst, dass ich selbst Licht werde für andere. Gib, das ich Deinen Namen verherrliche und allen, denen ich begegne, das Licht Deiner Wahrheit bringe. Lass in der Kraft Deines Wortes mein Leben zum Wort Deiner Liebe werden, zur Botschaft Deiner Freude. Amen.

 

Sonntag, 22.03.2020, 4. Fastensonntag

Joh 9, 1-9.13-17.34-38

Als Jesus vorüberging, sah er einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Seine Jünger fragten ihn: Rabbi, hat er selbst gesündigt, oder haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern Gottes Werke sollen an ihm offenbar werden.

Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen tun, der mich gesandt hat: es kommt die Nacht, in der niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Nach diesen Worten spie er auf die Erde; dann machte er Teig aus dem Speichel, legte den Teig dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Siloam (das heißt übersetzt: Gesandter). Er ging fort, wusch sich, und als er zurückkam, konnte er sehen.

Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der da saß und bettelte? Einige sagten: Er ist es: andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Da führten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Der Tag aber, an dem Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte, war ein Sabbat. Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er das Augenlicht erlangt habe. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen. Einige von den Pharisäern meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand ein Zwiespalt unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet. Sie entgegneten ihm: Du bist ganz in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Dann stießen sie ihn hinaus.

Jesus hörte, dass sie ihn ausgestoßen hatten; als er ihn traf, sagte er zu ihm: Du glaubst an den Menschensohn? Der Mann antwortete: Wer ist es, Herr? Sag es, damit ich an ihn glaube! Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn gesehen; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr, und er warf sich vor ihm nieder.

 

1.Frage:
Wie sehen die verschiedenen beteiligten Personen die Heilung des Blindgeborenen?

2. Frage:
Versuchen Sie sich, in die beteiligten Personen hineinzuversetzen. Welche Fragen haben Sie an sie?

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